Kartenzählung ist eine mathematische Strategie, die erstmals in den 1960er Jahren systematisch entwickelt wurde. Sie basiert auf der Wahrscheinlichkeitsrechnung und dem Konzept, dass die Zusammensetzung des Kartenstapels beeinflusst, welche Hände wahrscheinlich auftreten werden.
Bei der klassischen Hi-Lo-Methode, einer der ältesten und einfachsten Zählsysteme, werden Karten in folgende Kategorien eingeteilt: Die Karten 2-6 erhalten den Wert +1, die Karten 7-9 erhalten den Wert 0, und die Karten 10-Ass erhalten den Wert -1. Spieler addieren diese Werte, während Karten aus dem Schuh ausgegeben werden, um einen "laufenden Zähler" zu führen.
Das Konzept basiert darauf, dass ein höherer Anteil von hohen Karten (10er und Asse) im verbleibenden Schuh dem Spieler theoretisch einen Vorteil bietet, da diese Karten den Dealer-Bustern erhöhen und bessere Blackjacks für den Spieler ermöglichen. Umgekehrt bevorzugt der Dealer einen höheren Anteil niedrigerer Karten.