Kartenzählen ist eine mathematische Strategie, die Spieler historisch beim Blackjack eingesetzt haben, um ihre Gewinnchancen zu verbessern. Diese Methode basiert auf der Verfolgung der bereits gespielten Karten, um die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Kartenziehungen einzuschätzen. Das Konzept wurde in den 1960er Jahren wissenschaftlich untersucht und hat seitdem die Casinoindustrie geprägt.
Die Grundidee hinter dem Kartenzählen ist relativ einfach: Hohe Karten (10, Bube, Dame, König, Ass) sind für den Spieler vorteilhaft, während niedrige Karten (2-6) dem Dealer helfen. Indem Spieler mental die Kartenwerte verfolgen, können sie schätzen, wann ein "Rich Deck" (ein Schuh mit vielen hohen Karten) vorhanden ist, was höhere Einsätze rechtfertigt.
Es gibt verschiedene Kartenzählsysteme, vom einfachen Hi-Lo-System bis zu komplexeren Methoden wie dem Wong Halves oder Zen Count. Jedes System hat unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Genauigkeitsstufen. Die Hi-Lo-Methode ist die populärste, da sie relativ einfach zu erlernen ist und dennoch effektiv bleibt.
Moderne Gegenmaßnahmen
Casinos haben umfangreiche Schutzmaßnahmen entwickelt, um Kartenzähler zu erkennen und zu stoppen. Dazu gehören häufigere Kartenschuh-Wechsel, Einsatz mehrerer Decks, automatisierte Kartenmischmaschinen und Überwachung verdächtiger Spielverhalten durch geschultes Personal.
Die modernen Technologien wie RFID-gekennzeichnete Karten und Echtzeit-Analyse-Systeme haben es praktisch unmöglich gemacht, erfolgreich im echten Casino zu zählen. Darüber hinaus können Casinos Spieler, die verdächtigen Verhaltensmustern folgen, problemlos werben und verbieten.